Barong
Barong ist die Hauptfigur im Barong-Drama, in dem es um den Kampf zwischen Gut und Böse geht. Die Figur ähnelt einem löwenköpfigen Drachen und wird von zwei Schauspielern bewegt.
Das Barong-Drama ist ein Zauberstück und daher
werden die Masken des Barong und seiner Gegenspielerin der Zauberin
Rangda am Vorabend der Aufführung zum Friedhof
gebracht um sie mit magischen Kräften aufzuladen.
Barong gilt als Vertreter der weißen Magie und als
Beschützer der Menschen wohingegen Rangda die
schwarze Magie darstellt. Rangda
ist die Witwe eines Mannes dessen Geist nicht zur Ruhe gekommen ist, da ihm
seine Frau nicht freiwillig in den Tod gefolgt ist, wie es nach alter
Tradition - die glücklicherweise seit einigen Jahrzehnten nicht mehr
befolgt wird - Brauch ist. Durch dieses Fehlverhalten wurde sie zur Zauberin
und Hexe. Sie gilt den Balinesen als Symbol der zürnenden Gottheit und
herrscht mit ihrer schwarzen Magie über die bösen
Geister.
Ebenso wie Rangda ist auch Barong
ein irdisches Wesen, welches mit magischen Kräften ausgestattet ist. Er
stellt sich an die Seite der Menschen und will ihnen gegen die todbringenden
Kräfte Rangdas helfen.
Im Verlauf des Barong-Dramas wird der Kampf dieser beiden Hauptfiguren
in mehreren Aufzügen dargestellt. Gegen Ende dieses Kampfes treten die
Kris-Tänzer auf um Barong in seinem Kampf gegen
Rangda beizustehen. Rangda gelingt es jedoch sie zu verzaubern, so dass sie
sich selbst mit ihrem Kris angreifen. Barong macht sie unverwundbar, so dass
Rangdas Zauber ohne Wirkung bleibt. Daraufhin fallen die Kris-Tänzer
besinnungslos zu Boden und werden vom Dorfpriester, der in seinem
weißen Gewand oft den Gott Shiva
darstellt, mit Weihwasser besprengt und so der Bann Rangdas gebrochen.
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